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SELBSTVERTEIDIGUNG |
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MSK und Selbstverteidigung
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Die Bedeutung der Fähigkeit zur Selbstverteidigung wird häufig überzogen dargestellt. Die Anzahl der Zeitgenossen, die mit Baseballschläger und Machete über die Straße gehen ist zum Glück noch relativ gering. Dennoch ist ein besorgniserregender Trend insbesondere bei den Jugendstrafsachen zu erkennen:
Im Bereich des Landgerichtes Aachen gab es in der jüngeren Vergangenheit dramatische Zuwachszahlen in den Bereichen Körperverletzung, Raub, schwere Erpressung. „Nach 370 Verfahren im Jahr 2003 und einer Steigerung auf 471 Fälle im Folgejahr lagen 2005 schon 580 Jugendschöffensachen vor.“ erklärt der Gerichtssprecher in der Aachener Zeitung vom 21.01.06. Dies entspricht einem Zuwachs von 56 Prozent in nur drei Jahren. Dabei eskaliere vor allem die Gewaltbereitschaft der 14 – 18-Jährigen.
MSK ist in erster Linie als Wettkampfsport konzipiert. Dennoch ist der Nutzen für den Selbstverteidigungsfall enorm groß, und zwar in dreierlei Hinsicht:
Durch das regelmäßige Training wird das Selbstvertrauen gestärkt. Man tritt anders auf. Nahezu unbewusst signalisiert man potentiellen Tätern, die es auf möglichst leichte Beute abgesehen haben, dass man kein wehrloses Opfer ist.
Hierdurch wird der weit überwiegende Teil der Täter abgeschreckt. Auch wenn im Training und im Wettkampf Sicherheit groß geschrieben wird, so sind doch die Kampftechniken, die trainiert werden, sehr dynamisch und hoch effektiv.
Die beste Technik nutzt nichts, wenn man im Selbstverteidigungsfall starr vor Angst wird, einen Schock erleidet oder dergleichen. Angst ist eine erlernte Reaktion. Durch das frühe Heranführen an Stresssituationen, wie sie im Wettkampf auftreten, und die kontinuierliche Steigerung, lernt man, die Angst zu bewältigen.
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