Sie sind hier: Selbstverteidigung SV-Kurs  
 SELBSTVERTEIDIGUNG
SV-Kurs
Notwehr
Gesetzgebung

SELBSTVERTEIDIGUNG & SELBSTBEHAUPTUNG

Selbstverteidigung & Selbstbehauptung

Zitat aus der polizeilichen Kriminalstatistik des Landeskriminalamtes NRW für das Jahr 2007:

"Im Jahr 2007 wurden 53 420 Gewaltdelikte bekannt. Das bedeutet gegenüber dem
Jahr 2006 (53 015 Fälle) eine Zunahme um 405 Fälle oder 0,8 %. Damit hat sich der steigende Trend in abgeschwächter Form fortgesetzt. Die Gewaltkriminalität stieg in den letzten zehn Jahren um 24,1 %."

Im Schnitt werden somit allein in NRW jeden Tag 146 schwere Gewalttaten begangen.
Diese Zahlen sind erschreckend, wenn man zudem bedenkt, dass die Dunkelziffer deutlich höher liegt. Auch werden die Delikte, die das Opfer nicht körperlich verletzen, sondern dieses lediglich bedrohen, in dieser Statistik nicht erfasst, auch wenn der seelische Schaden zumindest gleich hoch sein dürfte.

Trotz hoher Aufklärungsquoten durch die Polizei bleibt ein Schaden zurück, der häufig schwer wiegt.

Ansteigendes Gewaltpotenzial in unserer Gesellschaft
Das Ansteigen der Gewalttätigkeit und der Verlust der Moral sind Symptome, die in den vergangenen Jahren in allen Schichten der Gesellschaft zu beobachten waren. Statt ihr enormes Energiepotenzial in konstruktive Kanäle umzuleiten, schlagen viele Menschen in blinder Wut um sich. Statt aufzubauen, zerstören sie.

Gewalt in der Schule
Auch in der Schule sehen sich Lehrerinnen und Lehrer immer mehr mit dieser Problematik konfrontiert. Doch wie kann dem Problem begegnet und Abhilfe geschaffen werden?

Hier besteht dringender Handlungsbedarf.

Zum einen gibt es den Ansatz, mit bereits auffällig gewordenen Jugendlichen oder Jugendlichen mit mangelndem Sozialverhalten zu arbeiten, mit diesen Möglichkeiten der gewaltlosen Konfliktlösung zu erarbeiten, der Gewalt also vorzubeugen.Die zunehmende Gewaltbereitschaft unter Jugendlichen ist das Produkt aus Angst und Schwäche. Der teils bewusst gesuchten, teils vermeintlichen Provokation oder Bedrohung des Selbstwertgefühls begegnen Jugendliche häufig mit verbaler oder körperlicher Aggressivität, um von ihren Unsicherheits- oder Minderwertigkeitsgefühlen abzulenken oder diese zu überspielen.

Der andere Ansatz wendet sich an die potentiellen Opfer:
Bereits vorhandene Minderwertigkeitsgefühle können bei gegenwärtiger Aggression zur so genannten „Opferrolle" führen. Äußerlich sichtbare Signale der Opferrolle sind u. a. eine leise, unsichere Stimme, das Sich-klein-Machen, unsichere Bewegungen. Ein vermeintlicher Aggressor wird testen, wie weit er gehen kann, wenn er keine eindeutigen „Stopp-Signale“ erfährt.

Mit den von uns durchgeführten Kursen sollen keine " Wie kann ich mich wehren Kurse" veranstaltet werden. Vielmehr kommt der gedankliche Ansatz aus der entgegengesetzten Richtung. In einem Selbstverteidigungskurs sollen die Schüler mit Hilfe traditioneller Kampfkunstprinzipien dahingehend erzogen und bestärkt werden, gar nicht kämpfen zu brauchen. Denn jemand, der sich seiner körperlichen und geistigen Stärken bewusst ist, kann mit Konfliktsituationen souveräner umgehen. Das eigene Selbstwertgefühl trägt zur Entwicklung einer stabilen und sicheren Persönlichkeit bei und befähigt zum friedlichen Umgang miteinander.

Und nur derjenige, der seine Stärken kennt, souverän handelt und die Ruhe bewahrt, kann in dem Fall, in dem sich eine körperliche Auseinandersetzung nicht vermeiden lässt, auch entsprechende Kampftechniken zum Einsatz bringen.

Selbst die effektivste Selbstverteidigungstechnik, wenn es denn eine solche geben mag, ist wertlos, wenn ich durch den Schock der Gewaltandrohung handlungsunfähig werde. Und hier kann auch schon die aus dem Straßenverkehr bekannte "Schocksekunde" ausschlaggebend sein.

Kurz gesagt: Selbstverteidigung, die nur die Technik kennt, ist auf keinen Fall vollwertig und allumfassend.
Auf dieser Basis aufbauend werden in den Kursen natürlich auch effektive Techniken zur Abwehr / Kontrolle von Angreifern sowie Befreiungstechniken erlernt.

Abgerundet wird dies durch eine Einführung in das Recht der Notwehrgesetzgebung, damit nicht das Opfer eines Angriffes auch noch Opfer des Gesetzes wird.

Zwar wird häufig empfohlen, mit gemischten Teilnehmergruppen zu arbeiten; unsere Erfahrung geht jedoch in eine andere Richtung.

Wir haben speziell zielgruppenspezifische Kursinhalte erarbeitet.

Die Gründe hierfür sind einfach:

Die Bedrohungssituationen sind unterschiedlich.Das Selbstverständnis der Teilnehmer/innen ist unterschiedlich. In gleichgelagerten Gruppen kann besser auf das individuelle Selbstverständnis eingegangen werden, man ist ehrlicher. Keiner fühlt sich angehalten, sich zu produzieren ("aufzublasen"), niemand muss schüchtern zurückstehen.Die Handlungsoptionen sind unterschiedlich. Ein 30-jähriger Mann wehrt sich in der Regel anders als ein 13-jähriges Mädchen. Jeder hat seine individuellen Stärken, die es zu erkennen und auszubauen gilt.
Von daher führen wir diese spezialisierten Kurse durch.


neue Kurse

Die Karate-Abteilung des Hoengener Turnclub bietet regelmäßig SV-Kurse für die unterschiedlichen Teilnehmerkategorien an.

Die Termine und weiteren Informationen erfolgen rechtzeitig durch die bekannten Medien, wie auch auf dieser Internetseite unter "News".


 

Themenbeschreibung

Kursinhalte

Anmerkung





Themenbeschreibung

Druckbare Version